FAQ bzw. Vorurteile

Vorurteil 01:

„Ihr seid engstirnig, nicht weltoffen, weil ihr euch auf Deutschland konzentriert. Und das in Zeiten der Globalisierung.“

Meinungsvielfalt, Meinungsfreiheit, Pressefreiheit sind das Gegenteil einer engstirnigen Einstellung. Außerdem zeigen die Entwicklungen in der ganzen Welt, dass die „Nation“ unverändert ein wichtiges politisches Ordnungsprinzip ist und die Menschen gerade in einer globalen Welt die Verwurzelung in ihrer Heimat und ihrer Nation brauchen. Hinzu kommt, dass das Bundesleben nur eine Facette der Persönlichkeit des Mitgliedes ist – es gibt auch ein Leben außerhalb des Bundes.

Vorurteil 02:

„Eure Überzeugungen sind veraltet.“

Demokratische Grundwerte sind nie veraltet – Freiheit, Einheit ebenfalls nicht! Diese Überzeugungen sind Grundpfeiler der bestehenden Demokratie. Ebenso wenig sind Werte wie z. B. Verbindlichkeit, Verlässlichkeit und Meinungsfreiheit und -vielfalt keine veralteten Positionen. Darüber hinaus gewinnen „Querdenken“ und Meinungsfreiheit angesichts der zunehmend dominanten Orientierung an der Political Correctness an aktueller Bedeutung.

Vorurteil 03:

„Ihr singt das Deutschlandlied mit allen drei Strophen – das ist doch verboten!“

Das Lied der Deutschen zu singen – auch mit seinen drei Strophen – ist ausdrücklich nicht verboten: Der damalige Bundeskanzler Adenauer und der damalige Bundespräsident Heuss haben das komplette Lied als deutsche Nationalhymne bestimmt mit der Maßgabe, dass bei staatlichen Anlässen die dritte Strophe gesungen wird. Damit entschieden sie nicht zuletzt im Sinne des (sozialdemokratischen) Reichspräsidenten Ebert, der das Hoffmann-Haydn`sche Lied nach dem Ersten Weltkrieg zur Nationalhymne erklärte. Das „Lied der Deutschen“ wurde im Jahre 1841 auf Helgoland (damals zu England gehörig) gedichtet und ist eine romantische Liebeserklärung an die deutschen Lande und das deutsche Volk – im Stil des 19. Jahrhunderts. Vaterlandsliebe (Deutschland, Deutschland über alles) und die Liebe zu den Menschen und der Kultur (deutsche Frauen, deutsche Treue, deutscher Wein, deutscher Sang) und der Freiheits- und Einheitsgedanke (Einigkeit und Recht und Freiheit) spiegeln die Wünsche der Deutschen vor dem Hintergrund eines in Fürstenstaaten zersplitterten, innerlich unfreien und nahezu absolutistisch regierten sowie vom französischen Imperialismus ausgebeuteten Deutschlands wider – und richteten sich damit nie gegen andere Nationen. Die in der ersten Strophe genannten geographischen Grenzen sind die Grenzen des damals bestehenden Deutschen Bundes und somit nicht Ausdruck eines Expansionsstrebens.

Vorurteil 04:

„Ihr seid wie eine Sekte, die einen einfängt und aus der man nicht wieder herauskommt.“

Bei der Kölner Burschenschaft Germania kann man als Student Mitglied werden, hat dann eine Probezeit (die so genannte Fuchsenzeit) und selbstverständlich kann man jederzeit wieder austreten.

Vorurteil 05:

„Ihr seid nationalistisch und diskriminiert Ausländer.“

Die Burschenschaft war seit ihrer Gründung als Urburschenschaft Teil der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung. Einheit und Freiheit Deutschlands wurden im gesamten liberalen Bürgertum der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts als untrennbar angesehen: Freiheit durch Einheit – Einheit durch Freiheit, das waren zwei Seiten einer Medaille.

Ziel war die Einigung Deutschlands auf demokratischer Grundlage. Damit sind Nation und Demokratie eng verbunden gedacht und in diesem Sinne bekennen wir uns auch heute zu unserem Vaterland. Die Nation als Grundlage öffentlicher Meinungs- und demokratischer Willensbildung steht nach wie vor alternativlos da. Gerade nach dem Bedeutungsverlust religiöser, regionaler und familiärer Bindungen im Zuge der Modernisierung ist die Nation Basis für die Legitimität des Staates: Gemeinwesen braucht Gemeinsinn.

Das Bekenntnis zum Vaterland steht auch keineswegs in einem Gegensatz zur fortschreitenden europäischen Integration. Aber auch ein vereintes Europa muss letztlich immer auf dem Selbstbe- stimmungsrecht der Völker beruhen, sonst wäre eine zentralistische Bürokratie ohne Bindungen in der Bevölkerung die Folge.

Aus diesem Verständnis folgt die Absage an jeglichen Chauvinismus, der andere Nationen und Völker abwertet. Das bringt auch die oft absichtlich missverstandene erste Strophe des „Liedes der Deutschen“ zum Ausdruck, in der es „Deutschland über alles“ – und nicht über allem oder allen – heißt. Damit war vielmehr gemeint, dass vor dem oben erwähnten Hintergrund der deutschen Einheits- und Freiheitsbewegung dem einzelnen Bürger Deutschland, das es als geeinten Staat damals noch gar nicht gab, über alles gehen sollte.

Aus diesem Verständnis leitet sich auch ab, weshalb wir keine Ausländer aufnehmen, da wir niemandem, der kein Deutscher ist, ein Bekenntnis zu unserem Vaterland abverlangen können und wollen. Damit erteilen wir rassistischen Vorstellungen eine eindeutige Absage und erstreben eine Welt, in der es keinem Land und keinem Volk erlaubt sein darf, sich über andere Völker zu erheben oder andere zu unterdrücken.

Vorurteil 06:

„Ihr diskriminiert Frauen. Warum nehmt ihr sie nicht auf?“

Die studentischen Vereinigungen sind durch Tradition Männervereine (wie z. B. Männergesangs- vereine). Daran hat sich bis heute nichts geändert. Gleichwohl sind Frauen vielfältig in das Bundes- leben integriert.

Vorurteil 07:

„Ich habe wenig Zeit. Was bringt mir das, wenn ich bei euch eintrete?“

Die Kölner Burschenschaft Germania bringt dir

Fazit: Immer noch keine Zeit? Komm einfach vorbei und finde es heraus!

Vorurteil 08:

„Ich will nicht ständig nur Pflichten erfüllen, ich will mehr Freiheit und austreten, wann ich will – so eine Art ’Mitgliedschaft Light’.”

Das ist so wie mit der Schwangerschaft: ein bisschen Germania geht nicht. Wenn du zu uns gehören willst, musst du Mitglied werden – mit allen Rechten, Pflichten und Möglichkeiten. Es gibt eine Probezeit und du kannst langsam hereinwachsen. Aber eine halbe Mitgliedschaft gibt es nicht!

Vorurteil 09:

„Das Fechten ist doch ein veraltetes Männlichkeitsritual. Das könnte man doch auch mit Vollschutz machen.“

Das studentische Fechten ist ein Stück unserer Tradition und bedeutet Mutprobe und Einstehen für den Bund zugleich. Das dabei einzugehende Risiko ist überschaubar. Ein Stück Überwindung und Mutprobe soll und muss aber bleiben (Fechten).

Vorurteil 10:

„Eigentlich finde ich die Idee gut. Aber das kann ich niemals in meinem Freundeskreis erzählen.“

Bring’ deine Freunde und (bei Damenveranstaltungen) deine Freundinnen mit. Wir sind offen und freuen uns über Gäste: Die Kölner Burschenschaft Germania ist niemandem verschlossen.

Vorurteil 11:

„Ihr seid eine eingeschworene Clique, die andere Personen und Meinungen nicht akzeptiert.“

Das Gegenteil ist richtig: Als Verfechter von Meinungs- und Gedankenfreiheit sind wir für alle Meinungen offen – ohne dass wir dabei unsere eigenen Prinzipien verlassen oder verraten würden. Die Meinungsfreiheit wird nicht nur akzeptiert, sondern auch gefördert. Die Meinungsvielfalt ist für den Fortschritt der Menschheit unabdingbar, wichtig und gewünscht.

Bei unseren Veranstaltungen ist jeder herzlich willkommen. Das zeigt schon ein Blick auf die Liste der Referenten, die im Rahmen der „Marienburger Gespräche“ bei uns Vorträge gehalten und diskutiert haben.

Vorurteil 12:

„Ich bin kein Student und möchte aber mitmachen. Warum darf ich nicht?”

Die Burschenschaften sind von ihrem Ursprung her Studentenverbindungen, und das setzt nun einmal ein Studium voraus.

Vorurteil 13:

„Warum passt ihr eure strengen Regeln nicht den aktuellen Erfordernissen an? Das ist ja erzkonservativ.“

Die Burschenschaft ging aus einer revolutionären Bewegung hervor, die sich im Verlauf vieler Jahrzehnte natürlich an die politischen Veränderungen angepasst hat. Aber ein Gehen mit der Zeit bedeutet nicht, dass man Basisprinzipien einem vergänglichen Zeitgeisttrend zum Opfer bringt. Das verstehen wir als Prinzipientreue und wenden uns gegen ein Mitgehen mit Trends, die schon morgen in Vergessenheit geraten sind.

Vorurteil 14:

„Die Jungen müssen ja immer nur das machen, was die Alten Herren sagen.“

Das Verbindungsleben wird von der Aktivitas – also von den Studenten – gestaltet. Auf den Rat der Alten Herren soll dabei nicht verzichtet werden. Jeder Aktive (nach der Probezeit) und jeder Alte Herr hat eine Stimme. Zwischen Jung und Alt besteht ein offenes Miteinander. Es gibt keine Bevormundung.

Vorurteil 15:

„Hinter Burschenschaften stecken Industriebosse und hochrangige Politiker.“

Leider trifft dieses Vorurteil nicht unsere Wirklichkeit, aber es ist durchaus erwünscht, dass unsere Mitglieder sich zu einflussreichen Führungspersönlichkeiten entwickeln. Seit Bestehen der Burschenschaft sind aus ihren Reihen viele prominente Persönlichkeiten in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens hervorgegangen:

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Vorurteil 16:

„Ihr seid doch Nazis.“

Blödsinn: Wir stehen in der freiheitlichen, demokratischen und revolutionären Tradition der Deutschen Burschenschaft: die Kölner Burschenschaft Germania basiert auf der Urburschenschaft (Gründung 1815) die KBG wurde 1920 gegründet – also deutlich vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten die KBG löste sich unter den Nationalsozialisten selbst auf, um der Zwangsintegration in eine NS-Gruppierung zu entgehen Als überzeugte deutsche Patrioten sind wir mit Vertretern einer Politik, an deren Ende die völlige Zerstörung Deutschlands stand, wahrlich nicht in einen Topf zu werfen und wollen damit auch nichts zu tun haben.